Haidhausen Museum : Ostbahnhof und Franzosenviertel

 

„Vor 150 Jahren: Der Bau des Ostbahnhofs, der Krieg 1870/71, 

das Franzosenviertel und die Errichtung des Friedensengels“

 
Teil 1 - Vor 150 Jahren:
Der Bau des Ostbahnhofs 
und das Franzosenviertel
 
1868 wird mit dem Bau des Ostbahnhofs begonnen. Am 15. März 1871 wird das Empfangsgebäude der „Bahnstation erster Klasse“ zusammen mit der Bahnlinie München-Grafing-Rosenheim eingeweiht. 
 
Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 wird Frankreich zur Zahlung von Reparationskosten in Höhe von Fünf-Milliarden Goldfrancs gezwungen. Auch in München sorgt der überraschende Geldsegen für einen massiven Wirtschaftsaufschwung. Am Ostbahnhof entstehen Maschinenfabriken, Werkstätten für Holz- und Metallverarbeitung, eine Eisengießerei und Lager für Nährmittel- und Kolonialwaren. 
 
Im Zuge der Industrialisierung strömen zahllose Menschen aus der ländlichen Umgebung in den Münchner Osten. All diese Leute aber suchen nicht nur Arbeit, sondern benötigen auch ein Dach über dem Kopf. Da plant der Königliche Kämmerer und Bankier Carl von Eichthal auf der grünen Wiese eine Siedlung aus dem Boden zu stampfen, das spätere „Franzosenviertel“.
 
„Einsam lag draußen der Bahnhof Haidhausen, um welchen planmäßig neue Straßen festgelegt waren, die in ihren Namen an die Kämpfe im eben beendeten deutsch-französischen Krieg erinnern sollten; die Hauptstraße zum Bahnhof ward als Wörthstraße benannt und daneben waren u. a. die Namen Paris, Sedan, Weißenburg, Metz und Spicheren gewählt worden.“
 
 
Die Ausstellung läuft von 30. August bis 27. Dezember 2020 und ist sonntags von 14 - 17 Uhr sowie Mo/Di/Mi von 17 - 19 Uhr geöffnet.

 

s.a. www.haidhausen-museum.jimdofree.com

 

Die Stufflers



 

Ausstellung im Haidhausen-Museum

Kirchenstr. 24, München-Haidhausen

(Nähe Max-Weber-Platz)

 

Öffnungszeiten:

So 14 - 17 Uhr. Mo, Di, Mi 17 - 19 Uhr

 

Gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Muenchen